Heißer Begleiter fürs Menü: Tee macht Speisen zum Highlight für die Sinne

Ein spritziger Earl Grey zur Entenbrust mit buntem Salat, ein leichter Oolong oder Grüntee zum Schellfisch und ein würziger Chai-Tee zum Pralinen-Dessert – Tee ist aufgrund seiner Vielfalt ein attraktiver Begleiter für jedes Gericht und macht dies zu einem wahren Geschmackserlebnis.

In Asien gehört das weltweit beliebteste Getränk nach Wasser deshalb schon seit Jahrhunderten zur Esskultur. Aber auch auf Deutschlands Tischen und Tafeln geht der Trend zum Tee. Spitzengastronomen haben sein Potenzial ebenfalls entdeckt, kochen mit Tee und kredenzen ihn statt Wein zum Menü. Mit gutem Grund: Tee unterstreicht den Geschmack eines Gerichts, umschmeichelt auch den Gaumen und macht Speisen zum Highlight für die Sinne. Im Gegensatz zu Wein enthält Tee keinen Alkohol und ist deshalb eine attraktive Alternative auch für Autofahrer. Wie bei Wein stellt sich auch bei Tee die Frage nach der richtigen Wahl zur jeweiligen Speise. Die Geschmackskomponenten können je nach Sorte mit Aromen eines Gerichts harmonieren, sie neutralisieren, ergänzen oder mit ihnen kontrastieren.

„Feste Regeln für die Teewahl beim Essen gibt es nicht. Erfahrungsgemäß passen aber beispielsweise leichte Grüntees meist gut zu mildenFischgerichten, während sich kräftige Schwarztees besser als Begleiter für herzhafte, würzige Speisen eignen“, erklärt Maximilian Wittig, Geschäftsführer des Deutschen Teeverbandes (siehe Tipps zur Orientierung). Sein Rat: Sich einfach auf kulinarische Entdeckungsreise zu begeben und dabei verschiedene Kombinationen auszuprobieren.

 

Welcher Tee passt wozu?

Assam und Kenia-Tee

Speise-Empfehlung: Fleisch, Wild, Currys, mediterrane und arabische Gerichte; auch süße Speisen.

Darjeeling, Hochland-Tees (z.B. Ceylon, Nepal)
Speise-Empfehlung: Leichte Gerichte, milde asiatische Speisen.

Rauch-Tee (Lapsang Souchong)
Speise-Empfehlung: Muscheln, Austern und andere Meeresfrüchte, Suppen, geräucherte Speisen (Schinken, Fisch), Lamm und Rindfleisch.

Earl Grey
Speise-Empfehlung: Süße und herzhafte Speisen mit fruchtiger Note.

Grüner Tee
Speise-Empfehlung: Leicht gesüßte und mild gewürzte Gerichte, Meeresfische, Gemüse und Reis, japanische Sushi.

Oolong (Halbfermentierter Tee)
Speise-Empfehlung: Leichte Gerichte, Meeresfrüchte, magere Schweinefleisch- oder Fischgerichte.

Weißer Tee
Speise-Empfehlung: Leichte und milde Speisen wie Fisch und Geflügel, feine Desserts mit Mandeln, Kokos sowie Sahne- und Zitronencremes, Pudding.

PU-ERH

Speise-Empfehlung: Deftige Speisen, Ente, Wild, Innereien, Räucherfisch oder -fleisch, Salziges, Scharfes und Mariniertes.

Tee – das Wellness-Getränk

Laut Statistik  trinken die deutschen Bundesbürger jährlich  rund 28  Liter Tee pro Kopf und tun damit aktiv etwas für ihre Gesundheit. Denn Tee schmeckt nicht nur gut, er steigert auch das allgemeine Wohlbefinden. Allein Aroma, Duft und Wärme einer guten Tasse Tee sorgen für wohltuende Entspannung, und seine wertvollen Inhaltsstoffe machen den Teegenießer fit für den Tag.

In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler auf der ganzen Welt eine Vielzahl von Untersuchungen veröffentlicht, die den Inhaltsstoffen des Grünen und Schwarzen Tees wohltuende Wirkungen zuschreiben. So sorgen zum Beispiel im Tee enthaltene Aromastoffe für eine ausgeglichene Stimmung, wirken – gerade in Stresssituationen – entspannend auf Körper und Geist und mobilisieren innere Energien. Und: Bei kaum einem anderen Getränk kann man zwischen so vielen unterschiedlichen Geschmacksvarianten und Aromen wählen. Während der Darjeeling-Tee z.B. einen zarten Duft verbreitet, hat der Assam-Tee eine wesentlich kräftigere Note. Hinzu kommen die aromatisierten Tees, z.B. mit Vanille, Jasmin oder Zitrusnoten.

Anregende Entspannung

Welche Wirkung eine Tasse Tee hat, kann jeder Teegenießer durch die Zubereitung je nach Lust und Laune selbst steuern. Tee enthält von Natur aus Koffein, das eine anregende Wirkung hat. Im Tee liegt das Koffein – früher als Tein bezeichnet – im Gegensatz zu Kaffee in gebundener Form vor: Gießt man einen Tee auf, so löst sich zunächst einmal das Koffein. Erst wenn man den Tee länger ziehen lässt,  gehen nach und nach auch die Gerbstoffe aus dem Tee in den Aufguss über. Diese haben eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Durch die Verbindung mit den Gerbstoffen entfaltet das Koffein im Tee seine anregende Wirkung wohl langsamer als bei Kaffee und Tee hält deshalb lange munter. Landläufig pflegt man zu sagen: „Tee regt an, aber nicht auf.“ Er belebt, ohne nervös zu machen.

Tee dient der Flüssigkeitsversorgung

Genug Flüssigkeit ist ganz wichtig: Körper und Geist werden träge, wenn der Flüssigkeitshaushalt nicht ausgeglichen ist. Deswegen sollte ein Erwachsener mindestens 1,5 Liter am Tag trinken. Hierzu kann Tee einen wichtigen Beitrag leisten. Die enorme Geschmacksvielfalt, die Tee bietet, ist ein Garant für Abwechslung und sorgt so dafür, dass Trinken Spaß macht.