Prof. Dr. Ulrike Heinrich, Institut für Experimentelle Dermatologie, Universität Witten/Herdecke.

Die Haut (Cutis), ist das größte Organ des Menschen, grenzt den Körper von der Umwelt ab und schützt ihn vor äußeren Einflüssen. Grünem Tee wird nachgesagt, dass er durch seine protektiv wirksamen Inhaltsstoffe vor möglichen Zivilisationskrankheiten schützen und sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken kann. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie soll die Wirkung des Genusses von Grünem Tee auf das allgemeine Wohlbefinden sowie auf unterschiedliche hautphysiologische Parameter untersucht werden. Messbare Parameter für den Nachweis eines möglichen Einflusses von Grüntee-Konsum auf das Hautbild sind z.B. das Oberflächenrelief, der Feuchtigkeitsgehalt, die Elastizität, die Barrierefunktion sowie die Dichte der Haut.

In der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, ob die Inhaltstoffe des Grünen Tees einen positiven Einfluss auf den Hautstatus ausüben, d.h. eine Verbesserung der Hautqualität bewirken können.

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Dr. Michael Boschmann, Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Buch, Franz-Volhard-Zentrum für Klinische Forschung; Experimental and Clinical Research Center (ECRC), Abteilung für Nephrologie und Bluthochdruck

Adipositas wird in allen entwickelten Industrienationen der Welt zu einer zunehmenden Belastung für die Gesellschaft. Der Nationalen Verzehrsstudie II zufolge, sind in Deutschland 66,0% der Männer und 50,6% der Frauen übergewichtig, jeder fünfte Bürger ist adipös. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ein erhöhter Konsum von Grünem Tee oder Grüntee-Extrakten mit einem hohen Gehalt des Tee-Inhaltsstoffs Epigallocatechingallat (EGCG) die Reduktion von Körper- bzw. Fettmasse begünstigen kann. Eine klinische Studie von Dr. Michael Boschmann erbrachte zum ersten Mal den Nachweis, dass EGCG als das mengenmäßig bedeutendste im Grünen Tee vorkommende Catechin die Fettoxidation bei adipösen Männern deutlich erhöhen kann.

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Tee als Quelle für entspannte Wachsamkeit und Schönheit von innen und außen
Von Prof. Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Integrative Gesundheitsförderung, Hochschule Coburg - University of Applied Sciences / Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachhochschule Coburg

Kaum ein anderes Getränk wird so stark mit dem Wellness-Gedanken in Verbindung gebracht wie Tee. Im Medical Wellness-Bereich spielen vor allem die präventiven und gesundheitsfördernden Wirkungen von Schwarzem, Grünem und Weißem Tee eine wichtige Rolle. Im klassischen Wellness-Sektor stehen die Eigenschaften von Tee im Vordergrund, die durch eine Kombination anregender und entspannender Effekte das mentale Wohlbefinden steigern können. Außerdem wird Teegenuss das Potenzial zugeschrieben, den Erhalt gesunder Haut zu unterstützen.

Prof. Dr. med. Michaela Axt-Gadermann erläutert im folgenden Beitrag, welche Wellness- Faktoren Tee in sich birgt, wie diese das Wohlbefinden fördern können, und wie sie Degenerations- und Alterungsprozessen der Haut entgegenwirken.

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Prof. Dr. med. Friedrich Manz

Wie eine aktuelle Untersuchung des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund belegt, tragen koffeinhaltige Getränke wie schwarzer und grüner Tee sehr gut zur Flüssigkeitsversorgung bei. Der Vergleich zwischen männlichen und weiblichen Teetrinkern sowie männlichen und weiblichen Nicht-Teetrinkern zeigt: Frauen, die regelmäßig Tee trinken, weisen einen günstigeren Flüssigkeits- versorgungsstatus auf als Frauen, die keinen Tee trinken. Männer sind dagegen grundsätzlich schlechter mit Flüssigkeit versorgt als Frauen.

Prof. Dr. med. Friedrich Manz vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund beschreibt in seinem Beitrag die Bedeutung von Tee im Rahmen der Flüssigkeitsversorgung und widerlegt das gängige Vorurteil, Tee sei ein Flüssigkeitsräuber.

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Dr. habil. Volker Böhm

Grüner und schwarzer Tee enthalten viele phenolische Verbindungen, deren protektive Wirkungen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs eine bedeutende Rolle spielen. Allerdings werden diese Verbindungen immer wieder als so genannte "Eisenräuber" diskreditiert.

Dr. habil. Volker Böhm vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Jena widerlegt diese Theorie anhand einer aktuellen Studie. Er zeigt, dass der Konsum von schwarzem und grünem Tee bei adäquatem Eisenstatus keinen Einfluss auf die verschiedenen Eisenstatusparameter hat. 

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Dr. oec.troph. Eva-Maria Schröder

Bei gestörtem Harnsäurestoffwechsel können Purine und purinartige Verbindungen zu Hyperurikämie und Gicht führen. Da Coffein und Theophyllin im Tee zu den purinartigen Verbindungen gehören, wurde Patienten mit Hyperurikämie und Gicht der Teekonsum oft untersagt. Dafür gibt es aber keinen Grund, denn Coffein und Theophyllin haben keinen Einfluss auf den Harnsäurestoffwechsel von Gichtkranken! Diese können auch weiterhin bedenkenlos ihren Tee genießen.

Dr. oec.troph. Eva-Maria Schröder vom Ernährungs-Beratungs-Service beschreibt in ihrem Beitrag die Ursachen und Auswirkungen der Hyperurikämie und Gicht und erläutert die diätetischen Therapie-möglichkeiten.

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Prof. Dr. Walter Feldheim

Tee schmeckt angenehm, löscht den Durst und hat einen geringen Salzgehalt. Weiterhin liefert er verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe wie Fluorid, Alkylamine und Polyphenole. Prof. Dr. Walter Feldheim, Kiel, geht in seinem Beitrag auf Tee und seine gesundheitsfördernden Stoffe ein und kommt zu dem Schluss, dass Schwangere ihre häufig zu geringe Flüssigkeitsaufnahme gut mit Tee aufbessern können.

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