Eintauchen in die Geschichte von Tee und Kräutern
Die Verbindung zu Tee, Kräuter- und Früchtetees hat eine lange und sehr interessante Tradition. Im Lauf der Jahrhunderte wurde Tee nicht nur in der Literatur gewürdigt, es entstanden auch Legenden und besondere, regionale Tee-Rituale wie etwa die Teezeremonie in Ostfriesland. Auch die wohltuende Wirkung von Kräutern wurde oft auf ganz besondere Weise gewürdigt. Erfahren Sie mehr darüber, wie Tee, Kräuter- und Früchtetee die Menschheit beeinflussten und auf positive Weise bis heute inspirieren.
Die Legende vom Tee
Der chinesische Kaiser Shennong, damals als Sohn des Himmels bekannt, gilt als Entdecker des Tees. In China war es damals (ca. 3.000 Jahre vor Christus) bereits üblich, das Trinkwasser abzukochen und mit pflanzlichen Zusätzen zu aromatisieren. Die Legende sagt, dass Shennong den Genuss des Tees entdeckte, als eines Tages Blätter von einem Strauch des Palastgartens in das kaiserliche Trinkwasser fielen. Wie von Zauberhand verfärbte sich das Wasser goldbraun. Der Kaiser kostete das durch den Zufall entstandene Getränk und war von dem wunderbar herben Geschmack sowie der wohltuenden Wirkung sehr angetan. Hinter dem bis dahin unbekannten Gewächs verbarg sich ein Teestrauch.
Schon damals waren die Chinesen von den besonderen Eigenschaften des Tees überzeugt. Die Wurzel des Teestrauchs gilt noch heute als Glücksbringer. Es entstanden Teegärten, in denen heute noch der Tee von Hand gepflückt und verarbeitet wird. Es heißt, dass der erste chinesische Tee in Szechuan angebaut wurde.
Auch in Indien hält sich eine Legende um die Herkunft des Tees. Der Fakir Dharma entdeckte die belebende Wirkung ganz zufällig. In seinem Vorhaben, sich sieben Jahre lang ohne Schlaf dem buddhistischen Glauben hinzugeben, wurde der Fakir von einer unglaublichen Müdigkeit überfallen. Er ergriff einige Zweige des Strauches, unter dem er zusammen gesunken war. Dabei blieben einige Blätter an seiner Hand hängen, die er sich in den Mund steckte, in der Hoffnung, durch das Kauen wach zu bleiben. Tatsächlich verflog die Müdigkeit, so dass Fakir Dharma sein Vorhaben zu Ende führen konnte.