Produktentwicklung

Inspiration, Kreativität und ganz viel Tee-Wissen. Wie Produktentwickler auf neue Ideen kommen.

Dass die Vielfalt von Tee und das Wissen über ihn stetig weiter wächst, er „trendy” bleibt und die Verbraucher sich immer wieder auf neue Geschmackserlebnisse freuen können, verdanken wir den Produktentwicklerinnen und Produktentwicklern der Tee-Hersteller. Mit viel Wissen über Tee, Kräuter- und Früchtetee, Zutaten und Zubereitungsarten entwickeln sie unser Lieblingsgetränk immer weiter. Als wertvolle natürliche Lebensmittel, die unsere Ernährung bereichern, uns Genuss- und Entspannungsmomente schenken und als Trendgetränke mit Funktion oder Funfaktor, die immer wieder überraschend anders schmecken. Die Ergebnisse ihrer Arbeit können die Verbraucherinnen und Verbraucher dann im Lebensmitteleinzelhandel, bei Drogeriemärkten in den vielen Tee-Fachgeschäften und inzwischen auch in Szenebars oder Beachclubs entdecken. Bis es die Neuheiten dorthin schaffen, ist es allerdings ein weiter und nicht immer einfacher Weg.

Über 400 verschiedene Pflanzen und Pflanzenteile werden für Tee verarbeitet.

Neugierig ohne Ende? Gut so!

Üben, üben, üben oder im Fall von Tee, Kräuter- und Früchtetee probieren, probieren, probieren, ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Produktentwickler. Oft aber nicht immer sind sie gelernte Tea Taster. Erst wenn die gesamte Sensorik extrem gut geschult ist, sind die Entwickler bereit, Bekanntes sicher zu beurteilen und Neues zu kreieren. Dabei wird Tee wird nicht nur nach Geschmack in seinen vielen Facetten beurteilt, sondern auch nach Aussehen und Geruch. Bereits unterschiedliche Tageszeiten oder die Umgebung können beim Tasting zu unterschiedlichen Eindrücken führen. Auch deshalb müssen Produktentwickler ihre eigene Beurteilung immer wieder kritisch hinterfragen.

Die Neugier der Produktentwickler erstreckt sich allerdings nicht nur auf Tee, sie brauchen auch einen 3600 Blick auf das gesellschaftliche Grundrauschen. Aktuelle und aufziehende Trends müssen erkannt werden, um die Bedürfnisse von Teekäufern frühzeitig zu erfassen und möglichst neue Fans für Tee zu begeistern. Manchmal sind es ganz andere Lebens- oder Genussmittel, andere Getränke oder der aktuelle Zeitgeist, die zum zündenden Funken werden. Wellness, mehr Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein, Fitness, Fun ohne Alkohol oder Entschleunigung sind beispielweise Themen, welche die Entwicklung neuer Tees auslösen. Die Produktentwicklung hört also nicht einfach nach acht Stunden im Teekontor auf, sie läuft eigentlich rund um die Uhr, denn Inspirationsquellen sind allgegenwärtig.

Produktentwickler sind Sender und Empfänger in einer Person

Der Weg von Tee zu Lieblingstee.

Pfeffrig, würzig, zitronig, beerig, süß, säuerlich, smooth oder sogar auf den ersten Schluck verblüffend, Tee, Kräuter- und Früchtetees können so unterschiedlich schmecken, wie kaum ein anderes Lebensmittel. Diese Geschmacksvielfalt ist eines ihrer Erfolgsgeheimnisse. Bei Tee kommt eigentlich jeder auf den Geschmack und findet irgendwann seine Favoriten. Im Gegensatz dazu haben Produktenwickler fast die gesamte Geschmacksklaviatur von Tee bereits im Gedächtnis. Um einen Tee zu kreieren, der etwa beerig, süß mit einer ganz leichten Schärfe am Ende ist, wissen sie schon ungefähr welche Sorten und Zutaten sich dafür eignen könnten. Dann geht es ans Feintuning. Mischungsverhältnisse werden austariert, Zutaten variiert und es wird wieder probiert. Das geht solange, bis der neue Tee so schmeckt, wie er schmecken soll.

Tee weckt die Entdeckungsgeister

Tee trennt sich in zwei große Bereiche. Einmal in die vielen Teesorten aus dem Teestrauch (Camellia sinensis) und dann in Kräuter- und Früchtetees. In der Regel sind Produktentwickler bei ihrer Arbeit auf einen dieser Bereiche spezialisiert. Das reicht auch, denn jedes dieser Segmente ist für sich schon außerordentlich vielfältig und sehr komplex. Das heißt allerdings nicht, dass die Produktentwickler/innen nur ihren Kernbereich im Auge behalten, sie blicken immer auch über den „Tassenrand” hinaus. Genauso wie bei Kräuter- und Früchtetees, sind es vor allem Aromatisierungen, die sich für Neuentwicklungen anbieten. Mit ihnen lassen sich Tees punktgenau designen und ganz neue Geschmackswelten erschaffen. Hochinteressant sind auch „alte” Sorten, regionale Spezialitäten und besondere Zubereitungsarten, die das Interesse wecken. Bei Reisen in die Ursprungsländer scouten Produktentwickler/innen Sorten und Zutaten, die Potential für unseren Teemarkt haben und tauschen sich mit den Lieferanten aus. Die Teetrinker hierzulande sind besonders offen für solche spannenden Entdeckungen und lassen sich gerne darauf ein. Dies trifft auch auf Zubereitungsarten oder ganze Teezeremonien zu, die mehr Zeit in Anspruch nehmen können, dafür aber neue Geschmackswelten eröffnen und das Trinken von Tee im Kreis von Freunden und Familie zu einem bewussten Erlebnis machen. Ein gutes Beispiel dafür ist Matcha Tee, der sich bei uns zu einem Trend entwickelt, obwohl die Zubereitung länger dauert. Ein willkommener Me-Moment mit Tee steht dafür dann auf der Habenseite.

Entdeckungstouren in die Ursprungsländer gehören dazu

Besonders Kräuter- und Früchtetees halten die Spannung hoch

Der Bereich von Kräuter- und Früchtetees ist traditionell besonders innovativ aufgestellt. Das liegt in der Natur der Sache. Mischungen bieten sich für Neuentwicklungen geradezu an. Da Kräuter- und Früchtetees hierzulande auch noch besonders gerne getrunken werden, sind die Produktentwickler/innen hier besonders kreativ. Mit neuen Zutaten, veränderten Rezepturen, Aromen und Zubereitungsarten lassen sich immer wieder neue Tees entwickeln, die Käufer mit ihren persönlichen Bedürfnissen gezielt abholen. Die beliebten Cold Brew Teas in Beuteln basieren beispielsweise auf einer neuen Zubereitungsart. Damit sie mit eiskaltem Wasser „funktionieren” und ihren vollen Geschmack entwickeln, musste ein spezielles Herstellungsverfahren geschaffen werden – auch ein Prozess, an dem die Produktentwicklung beteiligt ist.

Lose oder im Beutel? Ein großer Unterschied!

Nicht alles, was gehen könnte, geht auch

Manchmal kann und muss es auch schneller gehen, doch in der Regel dauert es 1 bis 3 Jahre, bevor ein neuentwickelter Tee verkaufsfertig ist. Das hört sich lange an, ist aber angesichts der umfangreichen Vorbereitungen nicht besonders viel. Die Recherchen etwa, ob Tees, Kräuter oder Früchte in der gewünschten Qualität auch in Zukunft verfügbar sind, können sehr langwierig sein. Rohwaren oder Zutaten, welche die erforderlichen Qualitätsstandards nicht einhalten, sollen auf keinen Fall verwendet werden. Dies setzt wiederum aufwändige Labor-Analysen voraus. Grenzen werden der Produktentwicklung auch durch das Lebensmittelrecht und weitere gesetzliche Vorgaben gesetzt. Tee muss vor allem „sicher” und gesundheitlich unbedenklich sein, bevor er in den Handel kommt. Das regelt nicht nur die Gesetzgebung, sondern auch die hohen Qualitätsanforderungen, die speziell deutsche Hersteller an sich haben. Auf dem Weg von der Idee zum fertigen Produkt brauchen auch Konsumententests und –befragungen sowie die Marktforschung ihre Zeit. Trotz vieler Hürden geht die Entwicklung also immer weiter und es bleibt spannend. Dank kreativer Produktentwicklung und dank der wachsenden Zahl an Teetrinkern, die ihr Leben gerne genussvoll mit Tees, Kräuter- und Früchtetees bunter machen.

Erfahren Sie mehr über die Welt des Tees

#teeziehtimmer

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