Höhere Mate-Matik. Oder das 1 x 1 des Kultgetränks.
Das Trinken von Matetee hat in Südamerika eine lange Tradition und erfreut sich auch bei uns zunehmender Beliebtheit.
Nicht zuletzt wegen seines Koffeingehalts. Hier einige Fakten zu dem ganz besonderen Getränk.
Schritt für Schritt zum Genuss
Bombilla & Kallebasse
Die Bombillas werden rostfreiem Edelstahl angefertigt. Die gebogene Form erleichtert das Trinken. Damit nach dem Aufguss der trockene Teil der Mischung auch trocken bleibt, sollte das Trinkrohr nicht bewegt werden.
Yerba Mate
In Argentinien die meist konsumierte Sorte. Die Mischung muss zu mindestens 65 % aus getrockneten, gebrochenen oder pulverisierten Blättern und zu höchstens 35 % aus Stängeln bestehen.
Die ersten Materos
Es waren die Guarani, ein indigenes Volk aus dem Regenwald von Parana, die entdeckten, dass ein Aufgussgetränk aus den getrockneten und zerkleinerten Blättern des Matebaumes Wohlbefinden und Energie erzeugten.
Der Yerba-Mate-Baum
Im Anbau wird der Matebaum auf Strauchhöhe gehalten und auf 2 bis 3 Meter Höhe zurückgeschnitten. Die Ernte erfolgt nach 3-4 Jahren. Im Regenwald von Paranaense erreichen die Matebäume eine Höhe von16-18 Metern.
Die Blätter
Enthalten bioaktive Stoffe, insbesondere Koffein und Gerbstoffe, die der Gesundheit förderlich sein sollen.
Die Samen
Es werden 7 Kilo Früchte benötigt, um 1 Kilo Samen zu gewinnen.
Vom Strauch bis in den Matebecher. So wird in Argentinien Yerba Mate hergestellt
Bei der Herstellung durchläuft Yerba Mate von der Pflanze bis zur Verpackung folgende Hauptstufen: Ernte, Trocknung, Reifung und Zerkleinerung. Am Ende steht dann ein natürliches und wertvolles Lebensmittel.
Aus ausgewählten Samen werden zuerst Setzlinge gezogen. Sie wachsen 9 bis 12 Monate heran, bevor sie dann im Freien angepflanzt werden.
Die Anpflanzung erfolgt auf speziell vorbereiteten Flächen. Um eine Bodenerosion zu verhindern, werden die Böden begrünt. Nach vier Jahren sind die Pflanzen so weit entwickelt, dass sie abgeerntet werden können. April und September sind ideale Erntemonate, die Blätter sind voll ausgebildet und die Pflanzen befinden sich in einer Wachstumspause.
Bei diesem Verfahren werden die grünen Blätter einige Sekunden lang erhitzt, um den Feuchtigkeitsgehalt auf ein Minimum zu reduzieren und „knusprige” Blätter zu erhalten. Zur weiteren Trocknung werden die Blätter auf Förderbändern transportiert.
Die getrockneten Blätter werden zunächst grob gemahlen. Die zerkleinerte Yerba Mate wird dann in Säcke abgepackt und dann 9 Monate oder länger unter kontrollierten Temperatur- und Luftfeutigkeitsbedingungen gelagert.
Sobald die Yerba Mate aus den Lagern kommt, wird sie erneut gemahlen. Dabei bestimmt jeder Hersteller seine individuelle Mischung. Das Mischungsverhältnis von Stängeln, Pulver und Blättern ist ausschlaggebend für den Geschmack, das Aroma und die Farbe der Yerba Mate.
Nach Festlegung der Mischung wird Yerba Mate aromaschonend verpackt. Neben Argentinien wird Mate bespielweise auch in Brasilien, Uruguay und Paraguay angebaut und gerne getrunken.