Menschenrechte sind nicht verhandelbar
Der Erfolg unserer Branche beruht auf der oftmals harten Arbeit, die Menschen in den Ursprungsländern unserer Rohstoffe verrichten. Aber auch auf dem Engagement derer, die hier in Deutschland tagtäglich die wirtschaftliche Leistung unserer Mitgliedsunternehmen sichern. So ist es seit jeher unsere Verantwortung, für die Sicherheit und gute Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeitenden in den Unternehmen, im Verband sowie bei unseren Zulieferern zu sorgen.
Unsere Mitglieder sichern durch langfristige Lieferverträge und beständige Partnerschaften mit kontinuierlichem Dialog Arbeitsplätze rund um den Globus.
Damit ist es jedoch bei Weitem nicht getan, denn Arbeitsplätze bedeuten häufig noch nicht, dass Arbeits- und Lebensbedingungen stimmen. In Projekten und Initiativen oder durch direkte Hilfen in Notsituationen verbessern unsere Mitgliedsunternehmen die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen in der Rohstoffgewinnung. Sie sind vor Ort, kennen ihre Partner, beraten, kontrollieren und wissen häufig früher als viele andere, ob es Probleme gibt oder konkret etwas benötigt wird.
Ohne Unterschied. Tee ist gelebte Vielfalt
Die Gleichberechtigung aller Menschen, wie sie auch in der UN-Menschenrechtscharta und in zahlreichen internationalen und nationalen Rechtsnormen festgelegt wurde, ist für uns und unsere Mitglieder eine Grundvoraussetzung des Handelns.
Wir setzen uns dafür ein, dass in unseren Mitgliedsunternehmen und in den Ursprungsländern niemand aufgrund seiner nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, seiner Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner religiösen oder politischen Überzeugung, aufgrund einer Behinderung oder der Mitgliedschaft in einer Arbeiterorganisation beziehungsweise Gewerkschaft Diskriminierung erfährt.
Dies bezieht sich im Fall der deutschen Unternehmen im Verband ausdrücklich auch auf die Einstellung neuer Mitarbeiter, die Lohnpolitik, die Möglichkeit zur Weiterbildung, die Aufstiegschancen und Ruhestandsregelungen.
Um einzuschätzen, welche Auswirkungen ihre Geschäftstätigkeit auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den Lieferketten haben, setzen einige Mitgliedsunternehmen menschenrechtliche Risikoanalyse um, oder planen dies zu tun. Auch weitere Werkzeuge, wie das branchenspezifische Beschwerdetool des Teeverbands, verschiedene Audits und Kontrollen vor Ort oder Lieferantenselbstauskünfte helfen, die Einhaltung der Menschenrechte in den Ursprungsländern zu kontrollieren.
Was ist eine menschliche Risikoanalyse?
Mit einer menschenrechtlichen Risikoanalyse können Unternehmen erkennen, welche potenziell negativen Auswirkungen ihre Geschäftstätigkeit auf die Menschenrechte haben könnte, um diese zu vermeiden, zu reduzieren oder Betroffene zu entschädigen. Konkret analysieren die Unternehmen ihre Standorte und ihre Lieferketten auf mögliche Menschenrechtsverstöße, bewerten diese Risiken und priorisieren sie. Auf Grundlage der Analyse werden zusätzliche Maßnahmen zur Prävention oder Bekämpfung von beispielsweise Zwangs- und Kinderarbeit, Diskriminierung, Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit ergriffen und regelmäßig geprüft. Am Ende der Risikoanalyse steht immer ein abschließender Bericht.